LG DSH3 Soundbar 2.1

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LG DSH3 Soundbar 2.1

Ein Surround-System hat dir zu viele Kabel und Komponenten, nimmt dir auch einfach zu viel Platz weg – der integrierte TV-Sound ist dir aber zu auch viel zu fade. Wie wäre es mit einer Soundbar?

 

Lieferumfang

  • Kabelgebundener Subwoofer
  • Fernbedienung inkl. 2x AAA Batterien
  • Quick-Start Bedienungsanleitung (deutsch/englisch)

Technische Daten:

  • Optischer Eingang
  • Bluetooth
  • Ausgangsleistung gesamt (RMS): 100 Watt
  • Ausgangsleistung Front – Lautsprecher: 2 x 25 Watt
  • Ausgangsleistung – Subwoofer: 5 Watt
  • 2.1 Kanal
  • Soundbar-Maße: 88,0 cm x 6,2 cm x 9,0 cm
  • Subwoofer-Maße:  15,6 cm x 30,0 cm x 28,1 cm
  • Unterstützte Format: LPCM, Dolby Digital

Erster Eindruck:

Die sehr leichte (1,8 KG) Soundbar besitzt ein schwarzes Kunststoff -Gehäuse im gebürstetem Alu-Look, nur die Seiten glänzen. Die Verarbeitung ist ordentlich, die Soundbar wirkt optisch wertig. Die LG DSH3 schmiegt sich unauffällig ohne blendende LEDs vor meinem 50 zoller TV.
Über die komplette Front zieht sich die Lautsprecherleiste, beziehungsweise ist nur die fest montierte, schwarze, undurschsichtige Stoff-Lautsprecherabdeckung sichtbar. Die Soundbar besitzt zwei gummierte matten auf der Unterseite, damit der TV-Schrank nicht verkratzt oder die Soundbar vom Desk rutscht.

Auf der Oberfläche der Soundleiste befinden sich mehrere Status-LEDs:
OPTICAL (Stellt die Soundbar auf den Soundeingang über das Toslink / Optische Kabel ein), BLUETOOTH (Stellt die Soundbar auf den Soundeingang auf Bluetooth ein), LG TV (Stellt die Soundbar auf den Soundeingang auf die kabellose Verbindung mit einem LG Fernsehers ein (sofern der LG TV dieses unterstützt). MUTE (Der Sound ist stummgestellt). Eine weitere LED ohne Beschriftung zeigt den Status (eingeschalten/Stand by an).

Hinter den Status LEDs befinden sich zudem 4 kapazitive Buttons, diese sind sehr unauffällig, da sie nur leicht Relief herausstehend.
F (schaltet die Eingangsfunktionen durch, Optical, Bluetooth LG-TV), + (Lautstärke erhöhen), Lautstärke verringern), sowie ein OFF/On Symbol (schaltet die Soundbar ein oder aus).

Als Soundeingang nutzt die Soundbar die Optical-In-Schnittstelle, Toslink oder auch SPDIF genannt, sowie die kabellose Bluetooth Schnittstelle. Das war’s auch schon, kein HDMI, keine Klinke, kein USB. Der Optische Anschluss befindet sich abgesenkt, mittig auf der Rückseite der Soundbar, direkt neben dem Subwoofer-Kabel-Anschlüssen.

Das etwas knapp bemessene 1,5 Meter Netzkabel ist an der Soundbar fest montiert.

Der kompakte, leichte (2,9 KG)  Subwoofer besitzt ebenfalls ein schwarzes Kunststoffgehäuse, hierbei ist die Front in Klavierlackoptik gehalten, die Seiten sind matt. Optisch passen die Geräte gut zusammen. Der Subwoofer ist nicht aktiv, er besitzt keinen eigenen Stromanschluss. Der Woofer wird über das fest montierte, 3 Meter langes, Zweiadern-Kabel mit der Soundbar verbunden.

Hinzu kommt noch die kleine mitgelieferte Fernbedienung, auch die benötigten 2x AAA Batterien sind gleich im Lieferumfang enthalten gewesen.

Die 17-Tasten Fernbedienung ermöglicht das Ein- und Ausschalten, das Wechseln der Input Funktionen (Optical, Bluetooth, LG TV), das Auswählen der Sound-Effekte (ASC (Adaptive Sound Control), STANDARD oder CINEMA), das Ein- und Ausschalten der DRC (Dynamic Range Compensation), Auto Power On/Off, sowie die Lautstärke des Subwoofers, und die gesamt Lautstärke von der Ferne aus. Die Fernbedienung beziehungsweise die Soundbar reagierte bequem noch aus der fast 4 Meter Entfernung von meinem Sofa aus.

Inbetriebnahme

Die Inbetriebnahme dieser Soundbar geht richtig flott, zuerst die beiden rot und schwarz markierten Kabel-Enden (Adern) des Subwoofer-Kabels in die Schwarze und rote Klemm-Buchse der Soundbar anschließen, Batterien in die Fernbedienung und das Stromkabel der Soundbar in die Steckdose. Wenn gewünscht kann ein Toslink (Optisches-Kabel, SPDIF) -Kabel von deinem TV in die Sounbar-buchse gesteckt werden, Das Kabel ist jedoch nicht im Lieferumfang enthalten.

Sobald die Soundbar Saft bekommt leuchten die LEDs einmal der Reihe nach auf, Soundeingänge des optischen Kabels werden automatisch erkannt. Bei meinem Grundig TV von 2015 war der Sound bzw. die Soundleiste direkt einsatzbereit.

Alternativ kann dein TV oder auch dein PC, Smartphone über Bluetooth (vorausgesetzt dein Abspielgerät besitzt Bluetooth) mit der Soundbar verbunden werden. Hierzu die F-Taste an der Soundbar oder auf der Fernbedienung so lange drücken bis die Bluetooth LED leuchtet. Die Soundbar wird als [LG DSH3] von deinem Bluetooth Endgerät erkannt und kann anschließend miteinander verkoppelt werden, nach wenigen Sekunden ist das Gerät einsatzbereit.

Sollte es zu einen Hall oder Delay kommen, prüfe ob der Sound aus den integrierten Lautsprechern deines TVs deaktiviert sind.

Ich testete die Soundbar über meinen TV (per Optisches Kabel und Bluetooth) beim Fernsehen über Sat, habe eine BlueRay geschaut und Musik über meinen PC (FLAC) und mein Smartphone (MP3) abgespielt.
Als kabellose Bluetooth-Box finde ich die Soundbar richtig praktisch, die Soundbar koppelt sich fix mit meinem Phone oder PC und meine Musik kann über meine Lieblings-Apps wiedergegeben werden, bei einer Entfernung von mehr als 20 Metern kommt es jedoch zu stockern. Der Klang bei Musik hierfür wirklich brauchbar im STANDARD Modus der Soundbar und kann sich auf einer kleinen Party sicher durchsetzen.

Filme schaue ich am liebsten mit dem CINEMA Modus, diese Equalizer Einstellung der LG DSH3 gibt den Bässen noch mehr Saft und klingt dynamischer.
Beim „Fernsehen“ und Musik hören finde ich, dass sie im CINEMA Modus, die höheren Töne irgendwie verschluckt und es klingt schell unklar beziehungsweise der Gesang oder Stimme ist dann nicht mehr so optimal zu verstehen und sie gehen im Bass unter. Hier kann man aber auch mit der Lautstärke des Subwoofers etwas experimentieren und die optimale Einstellung ganz unkompliziert vornehmen und für sich finden.

Fazit:

Preiswertes Sound-Upgrade deines Fernsehers

Hohe Töne sind klarer, die Bässe satter und der linke sowie der rechte Kanal sind merkbar auseinander zu halten, wer bisher nur die internen Lautsprecher vom TV genutzt hat, wird die LG DSH3 lieben, denn er gibt endlich etwas mehr Dynamik in die vier Wände.
Umsteiger von Surround-Anlagen werden wahrscheinlich sound-technisch ein wenig enttäuscht sein, die Höhen und Bässe klingen in jedem der Drei Modis nicht ganz ausgeglichen. Die Installation ist einfach und die Bluetooth Schnittstelle nicht nur zum Musikhören äußerst praktisch und unkompliziert, schnell einsatzbereit. Nur Schade, dass die LG DSH3 keinen HDMI Port, Klinkenstecker oder eine USB Schnittstelle mitbringt.
Stellt man das Preis/Leistungsverhältnis gegenüber, dann passt das schon. Klar ist, dass man bei der Soundbar für unter 150 € keinen ernsthaften Surround-Anlagen-Konkurenten erwarten kann, dass ist vielleicht auch gar nicht das Ziel der LG DSH3.Sie ist eben ein lohnenswertes Upgrade für die blechigen, internen TV Lautsprechern ohne Bass und Dynamik, diese bringt die LG DSH3 Soundbar 2.1 nämlich mit. Außerdem braucht sie nicht viel Platz, ist einfach zu installieren und nun mal wirklich erschwinglich.

Ich habe diesen Artikel kostenlos für eine ehrliche Bewertung zur Verfügung gestellt bekommen.

LG DSH3 Soundbar 2.1

138,56 €
LG DSH3 Soundbar 2.1
8.5

Produkt-Leistung

7.9/10

Verarbeitung/Material

8.7/10

Inbetriebnahme

8.7/10

Preis / Leistung

8.5/10

Pros

  • einfache Installation
  • gute Verarbeitung
  • Bluetooth
  • Platzsparend
  • Design

Cons

  • Subwoofer nicht aktiv
  • Kein HDMI und Klinke
  • Höhen werden von Bässen schnell verschluckt

Von | 2016-10-22T16:02:19+00:00 Oktober 22nd, 2016|Sound, Testumgebung, TV und Co|0 Kommentare

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