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ODYS Fusion Win 12 Pro – 2in1

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Halb Tablet – halb Netbook –
das ODYS Fusion Win 12 Pro – 2in1.

Ihr seid auf der Suche nach ein Tablet mit Microsoft Windows 10 Betriebssystem und/oder wollt einen günstigen kompakten Netbook, dann solltet ihr euch mal das ODYS Fusion Win 12 Pro genauer anschauen, den es deckt beide Zielgruppen ab.

Lieferumfang:

  • ODYS Fusion Win 12 Pro Tablet
  • Tastatur-Dockingsstation
  • Netzteil – Model EE-0530A, Kabellänge 120cm
  • Kurzanleitung

Erster Eindruck

Sehr neugierig packte ich das ODYS Fusion 12 Win aus, ein wirklich zuverlässiges Windows Tablet zu einem Preis von unter 250 Euro ist auf dem Markt schwer zu finden. Drum war ich noch gespannter, was das Gerät auf dem Kasten hat und wie es sich in der Praxis tatsächlich schlägt.

Ich bin von meinem Desktop System das Microsoft Betriebssystem mit seiner Vielzahl an kompatiblen Programmen, Spielen sowie die einfache Bedienung gewöhnt und kenne seine Vorzüge. Vor allem auch das produktive Arbeiten ist für mich persönlich nur mit einem vollwertigen Betriebssystem wie Windows oder MacOs komfortabel möglich.

Das Auspacken an sich war recht unspektakulär, weisse Box mit vernünftig verpackter Hardware, das ODYS Fusion 12 Tablet, die Tastatur-Dockingsstation, Kurzanleitung und einem Netzteil.

 

Tastatur-Dockingstation

Hübsch, dachte ich als ich die Tastatur-Dockingstation in den Händen hielt, matt schwarz, schwarzes Touchpanel, blaue Bezeichnungen für die FN- (Funktions-) Tasten, die Hauptastenbeschriftungen sind grau. Bei wenig Licht und für ungeübte des QWERTZ-Tastenshemas, kann es dann schon schwierig werden, beim Kontrast der 83 schwarzen Tasten mit grauer Beschriftung, die Richtige zu erwischen. Mich persönlich hat es bisher zu keinem Anwendungszeitraum gestört und dafür sieht’s ja auch nett aus.

Das Gehäuse fühlt sich leicht gummiert an, so rutscht es nicht so schnell aus der Hand, saugt jedoch Fusselchen, Fingerabdrücke und Staubkörner an.

Ein kleiner Intel-Aufkleber symbolisiert die im Tablet verbaute Intel Atom CPU. Untenrum verfügt die Dockingstation über vier Stoppergummis sowie weitere Stopper am Scharnier.

Die “Dockingstation”-Tastatur besitzt außerdem drei, zur Farbgebung passenden, blauen LEDs , Power, Feststelltaste und die Touch-Pad-Sperren-Aktivität. An den Seiten befinden sich zudem jeweils ein USB-Anschluss, insgesamt also zwei.

Weiter hinten am Schanierbügel befinden sich zwei herausstehende Magneten in Chrom-Optik sowie 5  Kontakte zum Tablet. Im Grunde macht die Scharniere einen echt robusten Eindruck, hier wackelt nichts.

Aufgrund der kompakten Größe muss man wie üblich bei <15″ zoll Geräten auf ein zusätzliches Numpad-Feld verzichten, die 82-Tasten liegen recht nah aneinander, die häufig verwendete Enter-Taste ist recht klein und liegt unterhalb der (‘#)-Taste, bei gewohnter Bedienung schlägt man diese häufig anstelle der ENTER-Taste an. Das selbe mit der zu kurz geratenen Backspace-Taste ich drücke aus Reflex immer auf die (`,)-Taste. Gewöhnungsbedürftig aber nun mal ein Abstrich, den man bei dieser Größe hinnehmen muss.

Die Kommunikation zwischen Tablet und Tastatur-Dockingstation, funktioniert hervorragend. Das Tablet wird quasi beim Anlegen von den Magneten bereits angezogen und rastet anschließend ohne Probleme ein und hält dieses auch sehr zuverlässig (Inklusive überkopf-drehen und schütteln).

Klappt man nun den “Laptop”-Tabletscreen nach hinten bockt sich die Dockingstation leicht auf, das ist angenehmer für die Hände.
Das Display lässt sich so bis ca. 120° aufklappen. Die Tastatur-Dockingstation verfügt über keinen eigenen Akku, bekommt also nach dem Andocken den Strom über das Tablet, praktisch, so müssen nicht zwei Geräte geladen werden.

ODYS Fusion 12 Tablet

Der Computer befindet sich im Tablet-Modul, das mit einem Intel Atom x5-Z8350 arbeitet.
Es verfügt über folgende Schnittstellen:

  • micro-HDMI-Port um weitere Bildschirme anzusteuern,
  • micro-USB-Port, der zum Laden des Tablets genutzt werden kann
  • 3,5mm Klinkenport für Kopfhörer
  • Netzstecker-Anschluss
  • micro-SD-Kartenslot
  • Bluetooth 4.0
  • WLAN (nur 2.4 Ghz)
  • 2 MP Kamera vorne sowie hinten + Mikrofon

Obendrauf befindet sich eine Schaltwippe um die Lautstärke einstellen zu können, sowie ein Power-Button um das Tablet zu starten muss dieser wenige Sekunden gedrückt gelassen werden, ein kurzer Druck schaltet das Gerät in den Ruhemodus oder lässt ihn wieder daraus erwachen, ähnlich wie bei anderen Tablets oder Smartphones.

Bildschirm

Zum Einsatz kommt im ODYS Fusion 12 Pro ein 11,6 Zoll Touch Display. Das Besondere, es löst in FullHD bzw. 1920 x 1080 Pixeln auf – das ergibt eine hohe Pixeldichte von 189,9058 PPI. Das Resultat wirklich schöne scharfe Bilder, gerade beim Betrachten von Bildern oder Videos ist dies sehr sinnvoll. Das Display ist dank der IPS-Technologie recht Blickwinkel stark und bietet eine kräftige und echte Farbwiedergabe. Vor der Kalibrierung über meinen Spyder war der Bildschirm vom Werk aus recht kalt eingestellt, beziehungsweise war das blau sehr kräftig.

Die Touch-Befehle funktionieren im Netbook sowie im Tablet-Modus zuverlässig.

Aufgrund der kleinen Displaygröße ist in den Windows Anzeigeeinstellungen die Option “Größe von Text, Apps und anderen Elementen” auf 150 % gesetzt, leider wirken durch diese Einstellung einige Schriften etwas matschig, ich habe es auf 125 % runtergestellt, so sind die Symbole noch ausreichen groß und die Skalierung des Textes wirkt nicht so extrem.

CPU/GPU

Die verbaute 64 bit CPU mit 2048 KB Level 2 Cache, sowie DDR3L-RS-1600-Speichercontroller (1x 64 Bit, 12,8 GB/s) arbeitet mit 4 CPU-Kernen und einer Taktrate von 1,44 bis 1,92 GHz im Burstmodus. Diese im Februar 2016 vorgestellte Einheit findet in Android- und Windows-Tablets ihre Verwendung, vergleichbar ist diese in etwa mit der Qualcomm Snapdragon 801, die vor allem bei Smartphone Flaggschiffen eingesetzt wurde.

Die Grafikeinheit, eine integrierter DirectX-11.2-fähige Intel HD Graphics 400 (Cherry Trail), schafft es nicht unbedingt aktuelle, schnelle PC-Shooter oder andere aufwendige PC-Games auf hohen oder mittleren Einstellungen zu spielen. Klassiker oder weniger aufwendige Spiele wie Minecraft ließen sich jedoch problemlos zocken. Auch das Streamen eines 1080p Videos war ohne Stockern und ruckeln möglich. Asphalt 8 ließ sich als Beispiel auf hohen Einstellungen (nicht extrem) ordentlich spielen.

Arbeitsspeicher

Gut bestückt ist das ODYS Fusion 12 Pro mit 4 GB DDR 3 – 1600 auf 1067 Mhz Arbeitsspeicher, das ist im Zusammenspiel mit der Quadcore CPU ausreichend um mehrere Programme, Browserfenster gleichzeitig arbeiten zu lassen.

Festplatte

Der Speicherplatz ist eine 32 GB SSD, das ist klar spürbar, der Systemstart ist schnell, Programme starten prompt. Nach der Installation der Windows-Updates blieben und anschließender Bereinigung der Systemdateien stehen jedoch nur knapp 10,7 GB zur freien Verwendung übrig, das ist recht mau. Hierfür steht jedoch ein mirco SD-Slot zur Erweiterung des Speicherplatzes zur Verfügung.

Das Tablet ist nach dem Einschalten aus dem komplett heruntergefahrenen Zustand schon nach knapp 35 Sekunden einsatzbereit.

Der AS SSD Benchmark ermittelte folgende Werte:
Lesen: 122,45 MB/s
Schreiben: 55,93 MB/s
Zugriffszeit Lesen: 0,564 ms
Zugriffszeit Schreiben: 1,715ms
Score: 55

Kameras und Mikrofon

Für Videotelefonie und kleine Schnappschüsse ist das ODYS Fusion Win 12 Pro – 2in1 mit zwei Kameras, eine vorne eine hinten, sowie einem Mikrofon bestückt.
Beide Cams lösen mit 2 Megapixel auf, das entspricht Videos in 720p sowie Bilder mit selber Auflösung von 1280 x 720 im 4:3 Modus bis 1600 x 1200 Pixel.

Mit den Kameras wirst du leider kein Instagram-Star, die Linsen besitzen weder Autofokus, noch Blitz, die Bilder wirken verschmiert und weisen einen grünstich auf, eben Webcam-Feeling. Mit der Windows Kamera-App kann man mit Weissabgleich-Einstellungen und manuellem Verstellen der Verschlusszeit und ISO ein bisschen mehr aus den Bildern holen, aber nicht der Rede wert und wer macht mit einem Tablet schon Fotos… 😀 ..außer Touristen..

Für Video-Telefonie über Skype und Co wäre das Bild jedoch völlig ausreichen, wenn da nicht das das Problem Mikrofon wäre. Leider ist es nicht möglich eine klare Stimme herauszuhören, es klingt so als würde das Mikrofon verschalt im Tablet eingebaut worden sein, meine Stimme ist nur zu vermuten Erschütterungen am Tablet gibt die Tonaufnahme in Form von lautem Knartschen und Knacken wieder. Endweder ich habe ein Montagsmodell erwischt oder das Mikro ist einfach nur nicht sinnvoll eingebaut worden.

Sound

Die integrierte Intel SST Audio Chipsatz bespielt mit 16 Bit bei 48000 Hz die integrierten Stereo-Lautsprecher, welche sich am unteren Teil des Tablets befinden. Der Klang ist okay, klinkt etwas blechich und Basslos, was wahrscheinlich auf die kompakte Baugröße zurückzuführen ist. Zum leisen nebenbei Musikhören okay, über meine Kopfhörer, welche im 3,5mm Klinkenstecker mit dem Tablet verbunden werden können, war der Klang schon etwas satter.

Akku

Der große 8.00mAh Akku bringt das Gerät problemlos durch den Tag, bis diese wieder geladen sind ziehen knapp 6 Stunden ins Land.

Viele andere Tablets der gehobeneren Preisklasse müssen mit weniger Kapazität zurecht kommen.

Geladen wird der integrierte, fest verbaute Akku über das mitgelieferte Netzteil. Das Kabel des Netzteils ist leider nur 1,20 M lang was für einige das weiterarbeiten am Strom erschweren könnte. Alternativ lässt sich das Tablet jedoch auch über microUSB laden, warum man sich hier entschied noch einen weiteren Netzteil-Anschluss sowie Netzteil zu verbauen ist mir ein Rätsel – USB ist doch nun mal sehr viel universeller (Universal Serial Bus).

Inbetriebnahme:

Installiert ist das vollwertige Microsoft Windows 10 Home Edition. Startet ihr das Tablet zum ersten Mal, durchläuft ihr den regulären, einfachen Konfigurationsprozess- bei Bedarf könnt ihr Euch mit Eurem Microsoft-Konto verknüpfen. Das Gerät ist anschließend in wenigen Minuten betriebsbereit.

Sehr löblich finde ich das weglassen von Broadware.

Häufig wird bei Neugeräten massenweise Testsoftware, die deine Festplatte füllt und die Performance einschränkt vorinstalliert.

Installiert war ab Werk lediglich die Microsoft Office 365 Testversion in Englisch sowie OneDrive, welche ohne hin quasi zum Betriebssystem gehört aber auch deinstalliert werden kann.

Das Betriebssystem läuft mit der bereits erwähnten Hardware äußerst geschmeidig und reagiert prompt.

Da Windows 10 auch für Tablets optimiert ist, kann hier optional die Tablet-Kachel-Ansicht oder auch die traditionelle Desktopansicht gewählt werden. Auch die automatische Umstellung bei Trennen der Tastatur-Dockingstation funktioniert sehr zuverlässig.

Das Tablet (der Bildschirm) kann im Tablet-Modus zudem auch gedreht werden, so steht Dir auch das Längs-Format zur Verfügung, dieser ist gerade für das Lesen von E-Books oder Websites interessant. Die Touch-Bedienung steht in beiden Modis zur Verfügung.

Das Tablet erkennt die angeschlossene Dockingstation sofort, sie ist umgehend einsatzbereit. Auch mit schnellem Wechsel zwischen Tablet-Modus und Netbook-Modus, kommt der ODYS zurecht.

Das Windows-Symbol am Bildschirmrand funktioniert im Tablet-Modus auch als Windows-Symboltaste. Hierüber gelangt ihr wieder zum Startbildschirm (Homescreen).

Mein Fazit

Endlich ein bezahlbares, flottes Windows Tablet!

Wer bequem am Tablet und/oder am Netbook auch mal produktiv arbeiten, bloggen oder surfen und/oder seine gewohnten Windows kompatiblen Programme verwenden möchte, ist mit dem ODYS Fusion Win 12 Pro gut bedient.

Auch für Multimedia ist der kleine 2in1 mit dem FullHD Touch-Display zu haben, die Bilder sind scharf der Blickwinkel stabil. Musik hören über Stereo kein Problem, wer jedoch satte Bässe liebt, sollte alternativ mit den Schnittstellen Bluetooth, externe Lautsprecher ansteuern oder den 3,5 mm Klinkenport für Kopfhörer verwenden.

Die 32GB SSD (ca. 10GB zur freien Verwendung) hätte größer ausfallen können, ermöglicht jedoch einen wirklich zügigen System- und Programmstart ohne Frustaufkommen. Sinnvoll das hier an eine Erweiterungsmöglichkeit per microSD gedacht wurde.

Die großzügigen 4 GB Arbeitsspeicher unterstützen die Intel Quadcore CPU wirklich gut, so nimmt es das ODYS mit mehreren Aufgaben gleichzeitig auf.

Schwachstellen sind für mich die beiden 2 MP Kameras, die ohne Blitz noch Autofokus und einem leichten grünstich zurecht kommen müssen, hier hätte eine einzige vernünftige Front-Kamera genügt. Das Mikrofon ist bei meinem Geräte leider so gut wie garnicht zu gebrauchen, Stimmen sind nur zu vermuten und Erschütterungen am Gerät zeichnet das Mikrofon in laute Knackgeräusche auf. Das Touchpad reagiert manchmal sehr sensibel, ein Doppeltipp (Doppelklick auf Touchpad) wird als Cursorbewegung erkannt, per fn-Tastenkombi lässt sich dieses deaktivieren, hier bediene ich sowieso viel lieber mit Maus und Touch.

Trotz den kleinen Mängeln an den Features ist das ODYS Fusion Win 12 Pro ein wirklich zuverlässiger, flotter Begleiter nicht nur im Tablet-Modus bequem auf der Couch sondern auch am Arbeitsplatz wenn es mal produktiv werden soll. Die Hardware-Asustattung kann sich bei dieser Preisklasse wirklich sehen lassen, denn das Gerät ist schon für unter 250 Euro zu haben.

ODYS Fusion Win 12 Pro - 2in1

ODYS Fusion Win 12 Pro - 2in1
83

Produkt-Leistung

8/10

    Verarbeitung/Material

    8/10

      Inbetriebnahme

      9/10

        Preis / Leistung

        9/10

          Pro

          • Windows Betriebssystem
          • Tablet und Netbook
          • 4GB Arbeitsspeicher
          • SSD Festplatte
          • FullHD IPS Display

          Kontra

          • Kleine Festplatte
          • Qualität der Kameras und Mikrofon
          • zieht Fusseln und Staub an

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          Technik-Fan und Grafiknerd

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